Lions des Lions Clubs Chiemsee Westufer bei der Infoveranstaltung über das Projekt der Hornhautbank.

Professor Dr. Philipp Eberwein (vorne, zweiter von links) und seine Unterstützer.

Quelle: OVB Heimatzeitungen, dieser Artikel erschien am 23. Juli 2025.

Lions aus der Region sammeln über 60 000 Euro Spenden für Anschubfinanzierung


Im Chiemgau wird ab 2026 eine neue Hornhautgewebebank ent­stehen, die Patienten mit dringend benötigten Trans­plantaten versorgen soll. Das medizinische Leucht­turmprojekt wird maßgeb­lich von zahlreichen Lions Clubs aus Bayern und Öster­reich unterstützt, wie aus ei­ner Mitteilung des Lions Clubs Chiemsee-Westufer hervorgeht.

Initiiert wurde das Vorha­ben von Professor Dr. Phi­lipp Eberwein, Spezialist für Hornhauterkrankungen und Leitender Arzt des Augen­centrums sowie der Augen­klinik Rosenheim. Die neu gegründete Hornhautbank gGmbH soll dem wachsen­den Bedarf an Spenderhorn­häuten begegnen und die Versorgung in der Region sowie deutschlandweit ver­bessern. Ziel ist es laut Pro­fessor Eberwein, künftig ei­ne vierstellige Zahl von Pati­enten schneller versorgen zu können. „Mittlerweile sind wir zu einem regelrech­ten überregionalen Anlauf­punkt für Patienten mit Hornhauterkrankungen angewachsen. Dies erfordert, dass wir uns auch selbst an der Gewinnung von Spen­dergewebe beteiligen und so einen weiteren wesentli­chen Schritt zur Beseitigung der Erblindung von Patien­ten mit Hornhauterkran­kungen in Deutschland ge­hen“, so Eberwein.

Die Anschubfinanzierung in Höhe von über 60 000 Euro wurde durch den Lions Club Chiemsee-Westufer ge­meinsam mit den Lions Bad Aibling-Mangfalltal. Bad En­dorf-Chiemgau, Chieming­-Grabenstätt Via Julia, Mar­quartstein-Achental, Mies­bach-Holzkirchen, Rosenheim und Wasserburg und weiteren befreundeten Clubs aus ganz Deutschland. Auch die Stiftung der Deut­schen Lions, die Werner-Rei­chenberger-Stiftung, die Gertraud-Stumbeck-Stif­tung, Singhammer Boden­systeme, die Frauengemein­schaft Greimharting, Quad­ro Nuevo sowie mehrere en­gagierte Familien haben zur Finanzierung beigetragen. Der Gesamtbedarf liegt je­doch deutlich höher: Allein die technische Ausstattung und Herstellung der erfor­derlichen Räume belaufen sich auf über 250 000 Euro. Professor Eberwein trägt einen Großteil der Kosten selbst. Die Lions hoffen da­her auf weitere Spenden.

Bei einer Infoveranstal­tung am vergangenen Sams­tag im Augencentrum Ro­senheim informierten Pro­fessor Dr. Eberwein und Dr. Farese ihre Unterstützer über den Stand des Projekts. Wenn das Genehmigungs­verfahren und die Ausstat­tung der Räume planmäßig verlaufen, sollen 2026 die ersten Transplantationen mit Gewebe aus der Region durchgeführt werden. 

Mehr Informationen zum Projekt:
https://www.lions-club-chiemsee.de/hornhautbank/